Frühjahrsausfahrt 2013 - Veneto (22. bis 26. Mai 2013)

Es war eine klare Sache, dass nach dem langen Winter die Frühjahrsausfahrt in den Süden gehen musste. Wir hatten uns für das Veneto entschieden, um die Distanz so zu halten, dass wir die An- und Rückreise hauptsächlich auf Nebenrouten genießen konnten. Die Terminfindung war etwas schwierig, aber wie sich das Wetter vor und nach unseren Urlaubstagen zeigte, können wir im Nachhinein mit der Terminwahl richtig zufrieden sein. Bis auf einen Regentag war es meist schön bis heiter, wenn auch für die Jahreszeit zu kühl.

Beate hatte (fast neigt man zu sagen: wie wir es gewöhnt sind, besser wäre allerdings zu sagen: wie wir verwöhnt sind) wieder tolle Routen zusammengestellt und ein wirklich exklusives Hotel ausgesucht, das „Hotel Relais Monaco“ in Ponzano. Die Anreise erfolgte durch die Tauern (-Schleuse) und dann über Cortina d'Ampezzo um sich an den Bergen und Bergstraßen zu erfreuen. Bereits da wurde klar, wie vielgestaltig sich das Veneto präsentiert, denn nach hochalpiner Gegend folgen noch ein paar Hügeln und dann schon die weite Ebene bis an die Adria.

Wir besuchten Bassano del Grappa, wo die berühmte Ponte degli Alpini über den Fluss Brenta führt.  Auf den Monte Grappa fuhren wir auf über 1700m über eine 30km lange serpentinenreiche Straße, die für unsere Schweine wie geschaffen ist. Die Straße des Prosecco beginnt in Valdobbiadene, von wo aus wir in die Hügeln hinein bis nach Conegliano kamen. Im verwirrenden Netz der kleinen Straßen und Wege finden sich neben den großen Keltereien, deren Weine  in alle Welt geliefert werden, allerorten auch Weinbauern, die nur für sich und ihre Freunde produzieren. Natürlich besuchten wir auch das mittelalterlich Städtchen Asolo, die „Stadt der hundert Horizonte“ genannt wird, durch dessen schmalen Gassen der Verkehr einspurig geführt wird, und wo heute noch eine intakte Wehrmauer den Ort umgibt.

Im Hinterland Venedigs an den Ufern der Flüsse Sile und Cagnan liegt Treviso, von einer mächtigen Wehrmauer umgeben, die das sehenswerte Zentrum mit Gassen, Kanälen und vielen mittelalterlichen Bauten schützt. Man erkennt, dass es sich auch heute noch um ein wichtiges Handelszentrum, geprägt von Wohlstand, das auf eine lange Geschichte zurückgeht, handelt. Vor der Rückreise war klar, dass der Weg über die Alpen durch die niedrige Schneefallgrenze etwas kompliziert werden könnte. Wir wählten daher eine etwas abgeänderte Route und fuhren über den Passo della Mauria und dann über den Plöckenpass. Die Gegend zeigte sich zwar winterlich, aber die Straße war schneefrei.

Am Fuße des Plöckenpasses ließen wir kulinarisch die Reise in Kötschach-Mauthen mit einem köstlichen Mittagessen ausklingen. Ein paar Pannen gab es während der Ausfahrt, aber die konnten rasch behoben werden und so brachten alle ihre Schweine wieder unbeschadet nach Hause.

(F.G.R.)