Pfingsttreffen in Pfäffikon am Zürichsee mit anschließender Frühjahrsausfahrt 2014 (06.-15.06.2014)

Das diesjährige Pfingsttefffen wurde vom Austin Healey Club Switzerland am Zürichsee veranstaltet. Sechs Teams unseres Clubs nahmen die Einladung zum Treffen in Pfäffikon, wie knapp hundert andere Teams aus den benachbarten Ländern, an. Es war eine gelungen Veranstaltung mit wunderschönen Ausfahrten – am Samstag die sogenannte Alpsteinrunde und am Sonntag die Klausenrunde – und einem anspruchsvollen Rahmenprogramm. Das fahrerische Vergnügen hält sich in der gesamten Schweiz bedingt durch die rigorosen Geschwindigkeitsbeschränkungen und deren intensive Überwachung sehr in Grenzen. Entschädigt wird man zum Glück durch die herrliche und abwechslungsreiche Landschaft.

Vier Teams verlängerten die Ausfahrt und fuhren am Pfingstmontag zum Comosee. Das Wetter hätte nicht besser, aber auch fast nicht heißer sein können, sodass die Fahrt über den Splügenpass (2113m) kaum eine Abkühlung in der Höhe brachte. Dieser Passo della Spluga stellt die kürzeste Verbindung zwischen Bodensee und Comosee dar. Es ist anzunehmen, dass bereits kurz nachdem sich die eiszeitlichen Gletscher zurückgezogen haben, der Passübergang schon von den Menschen der Steinzeit benützt wurde. Auch die Römer schätzten diesen Übergang und seit dem Mittelalter bestand ein reger Handelsverkehr, der dann mit dem Bau der Passstraße noch zunahm. Heute wird der Pass vorwiegend von Touristen benützt.

Zwei weitere Teams, die nicht am Pfingsttreffen teilgenommen hatten, kamen direkt ins Tessin nach. So verbrachten wir die folgenden Tage an diesem See, welcher als „Adonis“ unter den oberitalienischen Seen gilt. Warum das so ist, wird beim Anblick des von den Uferbewohnern melodiös Lario genannten Gewässers und der herrschaftlichen Villen, die weiß und gelb aus den subtropischen Parks leuchten, klar. Der Lago di Como ist mit bis zu 400m der tiefste See der Alpen. Gleich einem Fjord liegt er zwischen den steil aufragenden Gebirgsprospekten der Alpen, die sich noch über 2000m auftürmen und der Landschaft ihre unverkennbare Dramatik geben.

Wir verbrachten, stilvoll im Grand Hotel Victoria in Menaggio logierend, einige temperaturmäßig hochsommerliche Tage am Comosee. Neben Schiffsfahrten nach Varenna, Bellagio und zur Villa Carlotta unternahmen wir auch eine Healeyrunde nach Lugano. Wir besichtigten nicht nur wunderschöne Orte, sondern fanden auch nette Lokale, in denen wir uns kulinarisch verwöhnen ließen. Zum Wochenende fuhren wir in zwei Etappen nach Hause. Am Samstag ging die Fahrt über den Malojapass (1815m), St. Moritz, Ofenpass (2149m), Meran und Jauffenpass (2099m) nach Mauls, wo wir im Hotel Stafler nächtigten. Am Sonntag fuhren wir über den Stallersattel (2052m) wieder nach Österreich, um dann durch den Felbertauerntunnel ins Salzachtal und von dort über das Lammertal ins Salzkammergut zu gelangen.

Es waren sich alle Teilnehmer beim abschließenden gemeinsamen Kaffee beim Steegwirt am Hallstättersee einig, dass es eine wunderschöne und harmonische Frühjahrsausfahrt mit sehr lohnenden Zielen war. Wir haben schon konkrete Pläne für die Herbstausfahrt, werden aber auch im Sommer noch einige gemeinsame Unternehmungen starten.
 
(von Dr. Franz G. Reissig)